Die perfekte Schreiner-Website: Welche Seiten und Inhalte du brauchst
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Du weißt, dass du eine Website brauchst. Aber was genau gehört drauf? Diese Frage höre ich von Schreinern ständig. Die Antwort ist weniger kompliziert als du denkst: Eine Schreiner-Website braucht keine 30 Unterseiten und keinen Konfigurator. Sie braucht die richtigen Inhalte, klar strukturiert und auf den Punkt.
In diesem Artikel gehe ich jede Seite durch, die auf eine professionelle Schreiner-Website gehört. Als ehemaliger Schreiner und jetziger Webdesigner für Handwerker sehe ich täglich, was funktioniert und was nicht. Hier ist der Bauplan.
Startseite — der erste Eindruck
Die Startseite ist das Aushängeschild deiner Schreinerei im Netz. In den ersten 3 Sekunden entscheidet ein Besucher, ob er bleibt oder zurück zu Google klickt. Was muss also sofort sichtbar sein?
- •Wer du bist: Schreinerei [Name], [Ort]. Klar und sofort sichtbar.
- •Was du machst: Einbaumöbel, Küchen, Innenausbau. Nicht alles aufzählen, sondern die Kernleistungen.
- •Ein starkes Bild: Dein bestes Werkstück oder ein stimmungsvolles Bild aus der Werkstatt. Keine Stock-Fotos.
- •Call-to-Action: Ein klarer Button wie "Projekt anfragen" oder "Jetzt Kontakt aufnehmen". Nicht versteckt, sondern prominent.
Weiter unten auf der Startseite kannst du einen kurzen Überblick über deine Leistungen, ausgewählte Referenzen und vielleicht zwei bis drei Kundenstimmen zeigen. Denk an die Startseite wie an einen Messestand: Der Besucher muss in Sekunden verstehen, ob er bei dir richtig ist.
Leistungen klar kommunizieren
Die Leistungsseite ist dein Angebotsverzeichnis. Hier beschreibst du konkret, was deine Schreinerei anbietet. Vermeide Allgemeinplätze. Statt "Wir bieten individuelle Lösungen" schreibe lieber: "Wir bauen Einbauschränke nach Maß, Massivholzküchen und kompletten Innenausbau."
Idealerweise hat jede Hauptleistung eine eigene Unterseite. Warum? Weil jemand, der bei Google "Einbauschrank nach Maß München" sucht, auf einer Seite landen sollte, die genau dieses Thema behandelt. Nicht auf einer allgemeinen Leistungsübersicht, wo er sich erst durchklicken muss.
Für jede Leistung gilt: Beschreibe den Nutzen aus Kundensicht, nicht die technischen Details. Dein Kunde will nicht wissen, welche CNC-Maschine du nutzt. Er will wissen, dass sein neuer Einbauschrank perfekt in die Nische passt und in 4 Wochen fertig ist.
Referenzen und Portfolio richtig zeigen
Wenn es eine Seite gibt, die den Unterschied macht, dann ist es das Portfolio. Bilder deiner Arbeit sind das stärkste Verkaufsargument, das du hast. Kein Text der Welt ersetzt ein Foto eines maßgefertigten Raumteilers in einer schönen Wohnung.
Aber: Qualität zählt mehr als Quantität. Lieber 10 hervorragende Projektfotos als 50 mittelmäßige Handybilder. Investiere in gute Fotografie. Das muss nicht teuer sein. Ein Smartphone mit guter Kamera, natürliches Licht und ein aufgeräumter Raum reichen oft aus.
- •Vorher-Nachher: Zeige die Verwandlung. Ein leerer Raum wird zur Traumküche. Das überzeugt sofort.
- •Verschiedene Perspektiven: Gesamtansicht, Details, Nahaufnahmen der Oberfläche oder Verbindungen.
- •Kontext geben: Schreibe zu jedem Projekt ein paar Sätze: Was war die Aufgabe, welches Holz wurde verwendet, wie lange hat es gedauert.
- •Kategorisieren: Sortiere deine Projekte nach Bereichen: Küchen, Einbaumöbel, Innenausbau, Treppen. So findet der Besucher schnell, was ihn interessiert.
Über uns — Vertrauen aufbauen
Die Über-uns-Seite wird oft unterschätzt, gehört aber zu den meistbesuchten Seiten einer Handwerker-Website. Warum? Weil Menschen von Menschen kaufen. Bevor jemand dir einen Auftrag über mehrere tausend Euro gibt, will er wissen, mit wem er es zu tun hat.
Zeige dich und dein Team. Ein echtes Foto von dir in der Werkstatt schafft mehr Vertrauen als jeder Marketingtext. Erzähle kurz deine Geschichte: Wie lange machst du das schon? Was treibt dich an? Warum hast du dich selbstständig gemacht? Was unterscheidet dich von anderen Schreinereien?
Authentizität ist hier der Schlüssel. Du musst keine epische Gründergeschichte erzählen. Ein paar ehrliche Sätze darüber, warum du deinen Beruf liebst und worauf du bei deiner Arbeit Wert legst, reichen völlig aus.
Kontakt — so einfach wie möglich
Die Kontaktseite ist das Ziel jeder Website-Reise. Hier entscheidet sich, ob der Besucher zum Kunden wird. Und hier machen viele Schreinereien einen entscheidenden Fehler: Sie machen es kompliziert.
- •Kontaktformular: Maximal 4 bis 5 Felder. Name, E-Mail, Telefon (optional), Nachricht. Kein Dropdown mit 20 Leistungskategorien, kein Pflichtfeld für die Postleitzahl.
- •Telefonnummer: Gut sichtbar, am besten klickbar auf dem Smartphone. Viele Kunden rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen.
- •E-Mail-Adresse: Eine professionelle info@-Adresse, keine Gmail- oder GMX-Adresse.
- •Anfahrt: Eine eingebettete Karte und die Adresse in Textform. Manche Kunden wollen direkt vorbeikommen.
Wichtig: Der Kontaktbereich sollte nicht nur auf der Kontaktseite existieren. Auf jeder Seite deiner Website sollte ein Weg zum Kontaktformular oder zur Telefonnummer führen. Mache es dem Besucher so leicht wie möglich, den nächsten Schritt zu machen.
Rechtliches: Impressum und Datenschutz
Kein spannendes Thema, aber Pflicht. Jede gewerbliche Website in Deutschland braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Fehlt eines davon, riskierst du eine Abmahnung. Das kostet schnell mehrere hundert Euro.
- •Impressum: Firmenname, Inhaber, Adresse, Telefon, E-Mail, Handelsregisternummer (falls vorhanden), Umsatzsteuer-ID. Von jeder Seite aus erreichbar.
- •Datenschutzerklärung: Beschreibt, welche Daten du erhebst und wie du sie verwendest. Nutze einen Generator wie eRecht24 oder Datenschutz-Generator.de und passe das Ergebnis an.
Beide Seiten müssen maximal zwei Klicks von jeder anderen Seite erreichbar sein. In der Praxis verlinkt man sie im Footer. Kein spannender Inhalt, aber fehlende Rechtstexte können teuer werden.
Blog und Ratgeber als SEO-Turbo
Ein Blog ist kein Muss, aber ein enormer Vorteil. Jeder Ratgeber-Artikel auf deiner Website ist eine neue Tür, durch die Kunden bei Google zu dir finden können. Statt nur auf "Schreinerei München" zu ranken, kannst du auch für Hunderte von spezifischeren Suchanfragen sichtbar werden.
Themen, die funktionieren:
- •Was kostet ein Einbauschrank nach Maß?
- •Eiche vs. Nussbaum: Welches Holz für die Küche?
- •Massivholzmöbel richtig pflegen
- •Dachschräge optimal nutzen: Einbaulösungen im Überblick
Du musst nicht jede Woche einen Artikel schreiben. Schon 2 bis 4 gut recherchierte, hilfreiche Beiträge können deine Google-Sichtbarkeit deutlich verbessern. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zu SEO für Schreiner.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Seiten braucht eine Schreiner-Website?
Eine professionelle Schreiner-Website braucht mindestens 5 bis 7 Seiten: Startseite, Leistungen, Portfolio/Referenzen, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Optional kommt ein Blog oder Ratgeber-Bereich dazu, der langfristig für mehr Google-Sichtbarkeit sorgt. Wichtiger als die Anzahl der Seiten ist die Qualität der Inhalte.
Was ist die wichtigste Seite auf einer Schreiner-Website?
Die Startseite ist die wichtigste Seite, weil sie den ersten Eindruck bestimmt. Innerhalb von 3 Sekunden muss der Besucher verstehen, was du machst und wo du arbeitest. Direkt danach kommt das Portfolio: Hochwertige Bilder deiner Arbeit sind das stärkste Verkaufsargument. Ohne überzeugende Projektfotos verlierst du potenzielle Kunden.
Braucht eine Schreinerei einen Blog auf der Website?
Ein Blog ist kein Muss, aber ein enormer Vorteil für die Google-Sichtbarkeit. Jeder Ratgeber-Artikel ist eine neue Chance, bei relevanten Suchanfragen gefunden zu werden. Themen wie Holzpflege, Kosten für Einbauschränke oder Küchenplanung ziehen genau die Menschen an, die einen Schreiner suchen. Schon wenige gute Artikel machen einen spürbaren Unterschied.
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Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026