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Fördermittel für deine Schreiner-Website: Diese Zuschüsse gibt es 2026

Von Timo Adjan · · 7 Min. Lesezeit

Eine professionelle Website kostet Geld. Aber was viele Schreiner nicht wissen: Der Staat beteiligt sich an den Kosten. Es gibt Förderprogramme, die speziell für die Digitalisierung im Handwerk gemacht sind. Mit dem richtigen Programm kannst du bis zur Hälfte der Kosten als Zuschuss erhalten. Geld, das du nicht zurückzahlen musst.

Als ich noch in der Schreinerei gearbeitet habe, wusste ich nichts von diesen Programmen. Und so geht es den meisten Handwerkern. Die Förderung liegt bereit, aber keiner erzählt dir davon. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Zuschüsse es gibt, wie du sie beantragst und welche Fehler du unbedingt vermeiden musst.

Warum Förderung für Handwerker wichtig ist

Die Digitalisierung im Handwerk ist kein Luxus mehr. Kunden suchen online nach Schreinern, vergleichen Websites und entscheiden anhand des ersten Eindrucks. Wer keine professionelle Website hat, verliert Aufträge an die Konkurrenz, die sichtbar ist.

Gleichzeitig steckt in einem Handwerksbetrieb jeder Euro in Material, Werkzeug, Löhne und Maschinen. Die Investition in eine Website steht selten oben auf der Prioritätenliste, auch wenn sie langfristig Aufträge bringt. Genau hier setzen Förderprogramme an: Sie senken die Hürde und machen die Digitalisierung auch für kleinere Betriebe finanzierbar.

Die Bundesregierung und die Länder haben erkannt, dass das Handwerk bei der Digitalisierung Unterstützung braucht. Deshalb gibt es Programme, die nicht nur große IT-Projekte fördern, sondern explizit auch Websites, Online-Marketing und digitale Geschäftsprozesse für kleine Betriebe.

Digitalbonus Bayern: bis zu 50 % Zuschuss

Für Schreiner in Bayern ist der Digitalbonus das interessanteste Programm. Er richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Bayern und fördert Investitionen in die Digitalisierung, darunter ausdrücklich auch Websites und Online-Auftritte.

Was wird gefördert?

Wie hoch ist die Förderung?

Der Digitalbonus Standard fördert Projekte mit bis zu 10.000 Euro Zuschuss. Der Fördersatz liegt bei bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten für kleine Unternehmen (unter 50 Mitarbeiter). Das bedeutet: Wenn deine Website 5.000 Euro kostet, kannst du bis zu 2.500 Euro Zuschuss bekommen. Bei einer Investition von 8.000 Euro wären es bis zu 4.000 Euro.

Ein konkretes Beispiel: Eine professionelle Schreiner-Website mit individuellem Design, Portfolio-Bereich, lokaler SEO und Kontaktformular kostet bei uns zwischen 3.500 und 6.000 Euro. Mit dem Digitalbonus zahlst du effektiv nur die Hälfte. Für eine Website, die dir über Jahre Aufträge bringt, ist das eine hervorragende Investition.

go-digital: das Bundesprogramm

Das Förderprogramm go-digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Deutschland. Es fördert Beratungsleistungen und Umsetzungen in drei Modulen: Digitale Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit.

Für deine Website ist das Modul "Digitale Markterschließung" relevant. Gefördert werden Beratungs- und Umsetzungsleistungen für die Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie, die Erstellung oder Optimierung einer Website und die Implementierung von Social-Media-Maßnahmen. Der maximale Förderbetrag liegt bei 16.500 Euro pro Modul mit einem Fördersatz von 50 Prozent.

Wichtig: Bei go-digital muss der Dienstleister autorisiert sein. Nicht jede Agentur oder jeder Freelancer darf go-digital-Projekte durchführen. Frag deshalb vorab, ob dein Website-Anbieter als go-digital-Berater registriert ist, oder such dir über die offizielle Beraterlandkarte einen passenden Partner.

Weitere Programme und regionale Förderungen

Neben dem Digitalbonus Bayern und go-digital gibt es weitere Fördermöglichkeiten, die je nach Standort und Situation infrage kommen:

Mein Tipp: Ruf bei deiner Handwerkskammer an und frag gezielt nach Digitalisierungsförderung. Die Berater dort kennen die aktuellen Programme und können dir sagen, welche Kombination für deinen Betrieb am besten passt. Dieser Anruf kostet dich 15 Minuten und kann dir mehrere Tausend Euro sparen.

Voraussetzungen und Antragsprozess

Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Programm, aber die wichtigsten Punkte sind bei fast allen gleich:

Der typische Ablauf sieht so aus: Du holst ein Angebot ein, füllst den Förderantrag aus, wartest auf die Bewilligung (meist 4 bis 8 Wochen), startest dann das Projekt, bezahlst die Rechnung und reichst den Verwendungsnachweis ein. Danach bekommst du den Zuschuss auf dein Konto überwiesen.

Klingt bürokratisch? Ist es auch. Aber für mehrere Tausend Euro Zuschuss lohnt sich der Aufwand. Und die meisten Antragsformulare sind mittlerweile online verfügbar und gut erklärt.

Typische Fehler beim Antrag

Ich sehe immer wieder, dass Handwerker Fördergelder verschenken, weil sie einen dieser Fehler machen:

Wenn du unsicher bist, sprich mit deinem Website-Dienstleister. Ein guter Partner kennt die Förderlandschaft und hilft dir, den Antrag richtig zu stellen. Bei schon gebaut. unterstützen wir dich dabei: Wir erstellen ein förderfähiges Angebot und erklären dir den Prozess Schritt für Schritt.

Und falls dir der Antragsprozess zu langwierig ist: Unser Modell auf Vorleistung funktioniert auch ohne Förderung. Du bekommst deine Website fertig gebaut, bevor du bezahlst. Kein Risiko, keine Anzahlung. Die Förderung kannst du trotzdem parallel beantragen und den Zuschuss später nutzen, um deine Kosten weiter zu senken.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Fördermittel für eine Website als Schreiner beantragen?

Ja. Schreiner und andere Handwerksbetriebe können verschiedene Förderprogramme für ihre Digitalisierung nutzen. In Bayern gibt es den Digitalbonus mit bis zu 50 Prozent Zuschuss, bundesweit Programme wie go-digital. Voraussetzung ist meist, dass der Betrieb unter 250 Mitarbeiter hat und die Website von einem autorisierten Dienstleister erstellt wird.

Wie hoch ist der Digitalbonus Bayern für eine Website?

Der Digitalbonus Standard fördert Projekte mit bis zu 10.000 Euro Zuschuss bei maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Für eine professionelle Schreiner-Website mit einem Investitionsvolumen von 4.000 bis 6.000 Euro bedeutet das einen Zuschuss von 2.000 bis 3.000 Euro. Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden.

Muss ich den Förderantrag vor oder nach der Website-Erstellung stellen?

Bei den meisten Förderprogrammen musst du den Antrag zwingend vor Projektbeginn stellen. Das bedeutet: Erst den Antrag einreichen, auf den Bewilligungsbescheid warten und dann erst mit der Website-Erstellung starten. Verträge oder Anzahlungen vor der Bewilligung können zum Verlust der Förderung führen.

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Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026